französischer kath. Theologe; Kardinal ab 1969; Erzbischof von Paris 1968-1981; Präs. der franz. Bischofskonferenz 1969-1975
* 18. Mai 1904 Pachins/Dép. Aveyron
† 16. Februar 1994 Villefranche-de-Rouergue/Aveyron (Verkehrsunfall)
Herkunft
François Marty war der Sohn eines Bauern aus Pachins im Département Aveyron in Südwest-Frankreich. Auch seine Vorfahren waren einfache Bauern und er selbst bewahrte sich etwas von bäuerlicher Weisheit.
Ausbildung
M. hat das Collège de Graves in Villefranche-de-Rouergue, das geistliche Seminar von Rodez in der Hauptstadt des Départements Aveyron und schließlich das Katholische Institut in Toulouse besucht. Seine theologische Ausbildung schloß er mit dem theologischen Doktorgrad und einer Arbeit über den Modernismus ab.
Wirken
Am 28. Juni 1930 wurde M. zum Priester geweiht und trat seine erste Amtsstelle als Vikar 1932 in Villefranche-de-Rouergue an. 1933 ging er als Vikar nach Rodez, 1940 als Pfarrer nach Bournazel und 1943 nach Rieupeyroux. Ab 1949 übte er als Erzpriester die Seelsorge in Millau aus und wurde zwei Jahre später als Generalvikar nach Rodez berufen. 1952 erhielt M. die Weihe als Bischof von Saint-Flour und wurde Ende 1959 zum Titularbischof von Emesa und Koadjutor des Erzbischofs von Reims mit dem Recht der Nachfolge ernannt. Am 9. Mai 1960 ernannte ihn der Papst zum Erzbischof von Reims.
M. wurde ...